RAB MITTELALTERLICH FEST / FJERA
Zur Ehren des Königs Ludwig des Grossen, der Rab von der Herrschaft Venedigs befreite, sowie zur Erinnerung und zu Ehren des Hl. Christophorus, eminente der Grosse Stadtrat der Stadt Rab am 21.07.1364. in einer besonderen Verfügung die folgenden zwei Festtage zu Gemeindefeiertagen:
I - Den 09. Mai: Dies Victoraie - den Tag, an dem Rab durch die Fersprache des Hl. Christophorus im Jahre 1075 von den Normannen befreit wurde.
II - Den 27. Juli: Dies Natalis - den Tag des Martyrertodes des Hl. Christophorus. Diesen Rag feiert die Kirche als den Geburtstag, den Tag, an dem der Hl. Christophorus für den Himmel geboren wurde.
Wehrend dieser Feiertage war die Tätigkeit des Gerichtes in der Stadt außer Kraft gesetzt. Schuldner aus den Dörfern dürfen zwei Wochen Land frei die Stadt betreten und sie wieder verlassen, da keine Gerichtsbarkeit ausgeübt wurde. Die Volksfeierlichkeiten dauerten mehrere Tage und sie Stadttore waren für alle geöffnet. In der jüngeren Vergangenheit wurden die Feierlichkeiten auf drei Feiertage verkürzt:
25.07 - Tag des Hl. Jakob,
26.07 - Tag der Hl. Ana, und
27.07 - Tag des Hl. Christophorus.

ARMBRUSTSCHÜTZENVEREIN RAB
Von den vielen geschichtlichen Ereignissen haben die Raber das alte Ritterspiel aus dem Jahre 1364 wieder ins Leben gerufen. Seit 1995 sind die Spiele das größte kulturelle Ereignis in der Umgebung.
Einen Tag, bevor der Wettbewerb statt findet, wird nach mittelalterlicher Zeremonie durch einen Boten und Trommelmusik, das Ritterspiel verkündet. Mit der Ankunft des Fürsten und seinem Gefolge in die Stadt-Loggia, wo sie von den Armbrustschützen, Musikern und Flaggenträgern begrüßt werden, beginnt die Feierlichkeit. Mit lauten Trommeln, Fanfaren und Glockenklängen begeben sich die Teilnehmer durch die Strassen bis zur Kathedrale um dort ihre Segnung zu erhalten. Am Platz des hl. Christopherus, vor den Stadttoren, eröffnet feierlich der Raber Fürst die Spiele. Die Flagge der Stadt wird mit Fanfarenmusik geweht und mit dem Zeichen des "Ehrenrichters" beginnen die Ritter mit dem Wettbewerb. Nach festgesetzter Reihenfolge spannen die zwölf Ritter ihre Armbrust und schießen ihre Pfeile in den Zielpunkt. Der beste Schütze wird der Teilnehmer, dessen Pfeil sich am nächsten dem Zielpunkt befindet.
Der Raber Fürst ernennt den Gewinner der Ritterspiele und übergibt ihm den Gewinn "Felix". Mit einem Programm aus Musikern und Flaggenträgern, sowie ein feierliches Defilee mit allen Teilnehmern, die gekleidet sind wie zu Zeiten der Renaissance, gehen die Raber Ritterspiele zuende. Die antike Armbrust, welche sonst nur noch die Ballestrieri aus San Marino bei ihren Spielen benützen, ist die Besonderheit der Raber Ritterspiele. Damit haben die Raber im Mittelalter ihre Stadt von ihren Feinden verteidigt und zur Ehren und Siegesfeier ihres Schutzpatrones, den hl. Christopherus führten sie die Ritterspiele ein. Zweimal jährlich wurden sie abgehalten: 9. Mai (Dies Victoriae) und am 27. Juli (Dies Natalis). Das waren die größten Feierlichkeiten, die ganze sieben Tage dauerten. Die erneuerten Spiele finden auch am 30. Mai und am 27. Juli statt. Das festliche Defilee durch die Stadt wird zu Maria Himmelfahrt veranstaltet. An diesen Tagen bietet Rab seinen Gästen ein reichvolles Programm, welches sich sicher lohnt anzuschauen.